Brechtmann Rechtsanwälte
28.10.2009

Stress mit dem Ausbilder

Kommt es im Laufe des Ausbildungsverhältnisses zu erheblichen Auseinandersetzungen zwischen dem Auszubildenden und dem Ausbilder, kann eine Kündigung des Ausbildungsverhältnisses unumgänglich werden. Hierbei ist Folgendes zu beachten:

Eine Kündigung während der Probezeit, die mindestens einen und höchstens vier Monate beträgt, ist jederzeit und ohne Einhalten einer Frist sowohl durch den Ausbilder wie auch den Auszubildenden bzw. dessen Eltern möglich. Die Kündigung muss schriftlich erfolgen, Gründe müssen nicht angegeben werden.

Nach Ablauf der Probezeit kann das Ausbildungsverhältnis nur noch in zwei Fällen schriftlich gekündigt werden. Dabei ist darauf zu achten, dass der Kündigungsgrund im Kündigungsschreiben angegeben werden muss.
1. Es liegt beim Auszubildenden oder beim Ausbilder ein wichtiger Grund vor (zum Beispiel: dauernde Beschäftigung mit ausbildungsfremden Zwecken, schwere Verstöße gegen das Jugendarbeitsschutzgesetz, häufiges Zuspätkommen oder unentschuldigtes Fehlen im Ausbildungsbetrieb oder in der Berufsschule, grobe Beleidigungen, Handel mit Betäubungsmitteln im Betrieb).
2. Der Auszubildende will die Ausbildung beenden oder eine andere Ausbildung beginnen. In diesem Fall ist eine Kündigungsfrist von vier Wochen einzuhalten. Wichtig ist, dass lediglich ein Wechsel des Ausbildungsbetriebes nicht zur Kündigung berechtigt.