Brechtmann Rechtsanwälte
30.09.2008

Ehegattenunterhalt nach Unterhaltsreform

Ehegattenunterhalt in Form des Betreuungsunterhalts nach der Unterhaltsreform zum 01.01.2008

Die Eigenverantwortlichkeit der Ehegatten nach der Scheidung wird erhöht. Die Dauer der Unterhaltszahlung wird verkürzt.
Unterhaltstitel die vor dem 01.01.2008 ergangen sind können durch eine Abänderungsklage oder Vollstreckungsgegenklage geändert werden, wenn dies voraussichtlich zu einer wesentlichen Verringerung oder zum Wegfall der Unterhaltsverpflichtung führt. 

Unterhalt wegen der Betreuung eines Kindes wird jetzt eigentlich nur für die ersten drei Lebensjahre des Kindes geschuldet. In dieser Zeit ist der betreuende Ehegatte nicht verpflichtet, einer Berufstätigkeit nachzugehen.

Dieser Unterhalt kann bei dem Vorliegen bestimmter Voraussetzungen verlängert werden. Zu berücksichtigen sind die Belange des Kindes und die vorhandenen Betreuungsmöglichkeiten. Nicht berücksichtigt wird der einfache Wunsch des betreuenden Ehegatten seine Kinder selbst zu betreuen. 

Unter besonderen Billigkeitserwägungen und Gründen die in der vergangenen Ehe liegen, kann einem Ehegatten auch länger Unterhalt zugestanden werden.